Mittwoch, 11. September 2013

RÜCKKEHRER SOLLEN RÜCKKEHR IN DIE BUNDESLIGA ERMÖGLICHEN


KÖLN/HAMBURG. Fahrig ist der FC aus Köln in die Saison gekommen. Drei Unentschieden in Folge gab es zu Beginn der Zweitligasaison. Nach dem fünften Spieltag ist die Euphorie in und um die Domstadt aber wieder riesengroß. Aus den letzten vier Partien siegten die Kölner gleich  dreimal. Dafür zeichnen sich einige Rückkehrer verantwortlich. Im Team vom neuen Trainer Peter Stöger nehmen Marcel Risse und Slawomir Peszko die Flügel ein. Sie sind die Robben und Riberys des Traditionsvereins. Dazu der ehemalige Nationalspieler Patrick Helmes, der beim ersten Spiel gleich doppelt traf. Die Rückkehrer sollen den FC wieder in die erste Liga führen. Dort sehen sich Aushilfskapitän Risse, Helmes und Peszko auch. Der 29-Jährige Helmes hat genauso wie Peszko mit dem FC einst dort gespielt. Risse ist zwar ein echter Kölner, hat aber die Jugendakademie von Erzrivale Bayer Leverkusen durchlaufen. Das ist jetzt egal. Alle sind sie in ihre Stadt zurückgekehrt um aufzusteigen. Risse, in dieser Saison bereits mit vier eigenen Toren und Peszko, der im ersten Spiel seit seiner Rückkehr direkt ein Tor schoss und eins vorbereitete, sind die gefährlichsten und schnellsten Außen der Liga. Kölns neuer Trainer Peter Stöger gewährt ihnen dafür im taktischen System des Aufstiegsfavoriten Freiheiten. Wenn beim 13-maligen Nationalspieler Helmes nach seinem Kreuzbandriss das nötige Selbstvertrauen zurückkehrt, dann könnte gar ein neues, altes Kölsches Dreigestirn entstehen. Dafür verzichtete der torgefährliche Ur-Kölner und Ex-Leverkusener sogar auf 1,5 Millionen Euro Gehalt aus Wolfsburg.

Marcel Risse (l.) bejubelt sein 2:0 gegen Erzgebirge Aue. Peszko herzt ihn dafür. Foto: getty images

Die Kölner Fans wissen artgerecht mit ihren Schützlingen umzugehen. Nach einem Sieg feiert die Domstadt die Mannschaft und sieht sie schon unangefochten auf dem Weg zum Titel. Marcel Risse sieht dem ganzen Treiben skeptisch gegenüber. Er sei trotz seiner Vorliebe für „Tattoos und dicke Autos“ eher der ruhige Typ, versichert der 23-Jährige.  Auch der Pole Peszko, der durch seine damalige Alkoholfahrt in Köln mit der anschließenden Suspendierung erst noch den Kredit der Fans zurückgewinnen muss, bläst leise Töne. „Ich war bei meiner Auswechslung völlig fertig, aber glücklich. Ich habe mir so gewünscht, wieder hier zu spielen. Und das es dann gleich so klappt, unglaublich“. Dabei war seine Rückholaktion alles andere als simpel. Der vom italienischen Fiskus mit Argusaugen beobachtete FC Parma hält die Transferrechte des polnischen Nationalspielers. Sie wollten den Leihbedingungen der Kölner zunächst aber nicht zustimmen. Erst das Verhandlungsgeschick von Sportdirektor Schmadtke begünstigte die Rückkehr. Schmadtke, auch neu gekommen und auch ein Ex-Kölner, träumt von einer erfolgreichen Saison.

Denn Aufsteigen, dass wollen sie in Köln. Und zwar möglichst bald. Dafür sind nicht nur die drei verlorene Söhne zurück in die Stadt am Rhein gekehrt. Eine vielversprechende Perspektive.  

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